Das GLOWA Volta Projekt (GVP) im Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn:
Das interdisziplinäre Projekt ist Teil des GLOWA Programmes, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Zusätzliche Mittel werden vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.
Start für das 9jährige Projekt war im Mai 2000, es endet voraussichtlich im Mai 2009.
Das zentrale Ziel des GLOWA Volta Projektes ist die Analyse der physischen und sozioökonomischen Bedingungen des Wasserkreislaufs im Voltabecken und die diesbezüglichen Auswirkungen globalen Wandels. Darauf aufbauend entwickelt ein Team aus internationalen Wissenschaftlern, Experten und Studenten ein wissenschaftlich fundiertes System zur Entscheidungshilfe (Decision Support System – DSS) im Bereich des Wasserressourcenmanagements.
Das DSS ist als ein umfassendes Rahmenwerk zur Überwachung und Simulation des Wasserressourcenflusses geplant und interdisziplinär angelegt. Entscheidungsträgern soll damit die Einschätzung des Einflusses verschiedener Faktoren auf die soziale, ökonomische und biologische Produktivität der Wasserressourcen erleichtert werden.
Phase I (2000-2003): Datenerfassung und allgemeiner Überblick
In der ersten Phase des Projektes wurden zunächst Daten aus allen erforderlichen Bereichen erhoben (z.B. Hydrologie, Klimatologie, Landnutzung, etc.) und Datenbanken aufgebaut, die es in dem Bereich des Volta-Einzugsgebietes bislang nicht gab. Auf diese Weise konnten die Mitarbeiter des GVP einen interdisziplinären und umfangreichen Datenpool bereit stellen, welcher die verschiedenen, sich auf den Wasserzyklus und die Wassernutzung auswirkenden Gegebenheiten vor Ort für die weitere Forschung nutzbar machte. Diese Daten stellen die Grundlage für spätere Simulationen und Zukunftsprognosen dar.
Des weiteren wurde mit der Entwicklung verschiedener Computermodelle begonnen.
Phase II (2003-2006): Datenverarbeitung und Modellentwicklung
Für die Einschätzung physischer und sozio-ökonomischer Gegebenheiten, sowie deren möglicher Auswirkungen aufeinander im Bereich der Wassernutzung und des natürlichen Wasserkreislaufes, wurden enorme Mengen an Daten verarbeitet und in Modellen dargestellt.
Die Phasen I + II waren in die Forschungscluster Athmosphäre, Landnutzung und Wassernutzung unterteilt.
Phase III (2006-2009): Die Zukunft der Wassernutzung in Westafrika
Die letzte Phase, in der sich das Projekt befindet, wird den Abschluss verschiedener Einzelprojekte zum Inhalt haben, genauso wie den Aufbau eines interaktiven Geoportals zur Datenverwaltung.
Ein besonders wichtiger Punkt ist jedoch die Übertragung von Ergebnissen der 9jährigen Forschungsarbeit und dem technischen Know-How im Umgang mit Simulationsmodellen an die Partner in Afrika. Dies geschieht anhand von spezifischen Workshops und Trainings.
Nach dem Ende des Projektes im Mai 2009 sollen die Erkenntnisse des GLOWA-Volta Projektes durch die Partner in Afrika umgesetzt werden und dazu beitragen, in Zukunft eine gerechte Aufteilung sowie einen nachhaltigeren Umgang mit der Ressource Wasser zu erreichen.
Im August 2008 findet zudem die internationale Abschlusskonferenz in Ouagadougou (Burkina Faso) statt.
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